NaNoWriMo 2011

September 16th, 2011

Der NaNoWriMo 2011 hat endlich begonnen und somit nicht nur meine Arbeit an meinem aktuellen Werk, sondern auch wieder die tägliche Berichterstattung von der “Schreiber-Front”.

Wer nun nicht weiß, wovon ich rede, der klickt einfach auf den folgenden Link: NaNoWriMo - Was ist das?

30 Tage lang werde ich nun wieder über die  Sorgen und Nöte, die Freuden und Schadenfreuden (natürlich nur auf die Story-Charakteren bezogen) berichten. Das ist für mich persönlich immer ein guter Abschluss, den Schreibtag revue passieren zu lassen und ihn damit abzuschließen.

Wer mit von der Partie ist und sich auf NaNoWriMo.org gerne vernetzen möchte: hier mein Profillink.

Desweiteren existiert auch auf Facebook eine NaNoWriMo-Gruppe zum Austausch, Mutmachen, Motivieren etc. Wer dort beitreten möchte, der schreibt mich dort einfach an. Mein Facebook-Profil: *klick*

Liebe Grüße
Jennifer

Aktueller Wordcount von mir und meinem Mann:

Der NaNo-Monat & die Unvorhersehbarkeiten

November 17th, 2011

Heute gibt es mal keinen Tag-für-Tag-Bericht, denn hier hat sich etwas ereignet, das das NaNo-Karussel in seiner üblichen Fahrt erst einmal angehalten hat.  Unsere Jüngste liegt wegen Pseudokrupp-Anfällen im Krankenhaus, mit ihr zur Betreuung und für den seelischen Beistand der Papa. Unsere anderen beiden Kinder sind auch von einer Erkältung heimgesucht worden & somit herrscht hier der Ausnahmezustand. Alles zu bewältigen, klar. Gut organisiert kriegt man das  hin, es  bleibt halt nur keine Zeit mehr zum Schreiben im Moment.

Das Krankenhaus für die täglichen Besuche ist nicht um die Ecke, da muss man am Tag schon locker 3 -4 Stunden einplanen. Und die anderen wollen natürlich auch umsorgt und versorgt werden. Wenn ich das alles hinter mir habe, gehe ich freiwillig um 22.30 Uhr ins Bett, was für mich wahrhaftig früh ist. Gut, es passiert dann wie jetzt, dass ich um kurz vor sechs schon wieder wach bin, denn an Schlaf reicht das ja wahrlich aus, doch ich kann nicht umhin, als mich immer noch ziemlich abgeschlagen zu fühlen. Daher schreibe ich jetzt diese paar Zeilen hier & lege mich dann noch einmal für zwei Stündchen hin. Ob ich noch schlafen kann, sei dahin gestellt, doch bei einem Hörbuch ein wenig dösen und Energie tanken reicht auch aus.

Was das jetzt für meinen NaNo bedeutet, kann ich derzeit noch nicht sagen. Ebenso wenig mein Mann, der mit der Betreuung im Krankenhaus zu eingebunden ist und dort auch zum Teil schlaflose Nächte hat, als dass ein Weiterschreiben am Laptop dort für ihn  möglich ist.  Doch wir haben schon in anderen Jahren Tage gehabt, an denen wir überdurchschnittlich viel geschrieben haben, somit ist eine Aufholjagd immer noch im Rahmen des Möglichen. Aufgegeben habe ich noch nicht, dafür, denke ich, ist einfach noch viel zu viel Zeit übrig, die man nutzen kann.

Die Berichterstattung geht hier weiter, wenn bei uns wieder ein halbwegs normaler Alltag eingekehrt ist. Bis dahin :)

NaNo2011 - Tag 10, 11, 12 & 13

November 14th, 2011

Tag 10

Die Artikel kommen oft später als sonst, doch da ich im Moment mit meiner zeitlichen Planung ein wenig rotiere und mir mein Kreislauf immer noch keine zuverlässigen Dienste leistet, geht das Schreiben für den NaNo selbst erst einmal vor. Denn allein dafür die Zeit und stellenweise auch die Motivation aufzubringen, um konsequent weiterzuschreiben, ist an manchen Tagen schwer. Dann entstehen verhältnismäßig geringe Wordcounts. Doch am 10. lief es zumindest so weit gut, als dass ich mein Tagespensum dazwischen schieben konnte. Nur Zeit für den Blog blieb leider nicht mehr.

Tag 11

Freitag hatte ich Streit mit meinem inneren Schweinehund. Ich fühlte mich ein wenig ferngesteuert und hatte keine Lust, mich zum Schreiben aufzuraffen. Doch ich bezwang dieses Motivationstief zunächst, setzte mich hin und schrieb um die 700 Wörter. Dann allerdings unterbrach ich, weil mich die Lust auf einen Milchkaffee in die Küche zwang. Dort angekommen stolperte ich über dieses und jenes, was man ja noch eben schnell nebenbei erledigen konnte, quatschte mit meinen Kindern und als ich wieder im Wohnzimmer vor dem PC saß, hatte ich doch glatt schon vergessen, dass ich ja weiterschreiben wollte. Mein Schweinehund hatte sich befreit und ist hinterrücks über mich hergefallen. Somit blieb es an dem Tag bei den 700 Wörtern, denn ein zweites Mal brachte ich den Kraftakt der Selbstüberwindung nicht auf. Doch ich nahm mir vor, für den nächsten Tag das Pensum deutlich zu erhöhen.

Tag 12

Doch auch der gestaltete sich anders, als geplant. Wetter und somit auch Kreislauf spielten mit, die Lust war auch da, doch dann klingelte das Telefon … Und eine liebe Freundin, die ich seit 2 Jahren nicht mehr gesehen hatte, meldete sich zu einem Spontanbesuch an. Dass ich die Prioritäten neu verteilte, muss ich glaube ich nicht extra erwähnen, oder? Vor Freude ganz hibbelig, bereiteten mein Mann und ich noch hier und da etwas vor und ich verbrauchte so die vollen 45 Minuten bis zur Ankunft meiner Freundin, obwohl ich sie zunächst zum Schreiben reservieren wollte, damit ich wenigstens noch ein paar Wörter auf den Wordcount schlagen konnte. Doch das war ein Satz mit X. Damit erfuhr der Tag im Vergleich zum vorherigen eine Steigerung … allerdings in die falsche Richtung. Mein Wordcount stagnierte, lediglich die Distanz zum Soll wurde kontinuierlich größer.

Tag 13

Am Sonntag wachte ich auf und war gedanklich gleich von der Tatsache gefangen, dass ich mit meinem Wordcount einiges unter dem Gesamtwert lag, den ich bei einem Durchschnitt von 1700 Wörtern pro Tag hätte haben sollen. Das versetzte mir einen kleinen Schock, denn in meiner gesamten NaNo-Zeit hatte ich den Fall noch nicht. Ich spürte, dass es diesen Punkt dringend zu überwinden galt, denn wenn ich nicht mindestens wieder an den Tageswert herankam, würde ich mir beim Gedanken an das Schreiben stets negative Gefühle mit einhandeln, die mir die Schreiblust versauen würden. In so etwas ticke ich ein wenig merkwürdig. Doch die Vorstellung, diese Aufholjagd erst einmal bewältigen zu müssen, damit ich wieder im grünen Bereich war, kratzte meine Laune etwas an. Den ganzen Tag trug ich es mit mir herum, und beschloss, schon ein paar Zeilen vor dem Abend zu schreiben, auch wenn meine Kinder zu Hause und somit Ablenkungen vorprogrammiert waren. Doch mir war jedes Wort recht, das ich schaffen würde. Völlig unverhofft blieb wohl über einen längeren Moment die Zeit für alle außer meinen Kopf und meinen Fingern stehen. Keine Unterbrechungen, völlig auf die Szenen konzentriert und nur eine dreiviertel Stunde später hatte ich meinen Rückstand bis auf 500 Wörter aufgeholt.  Ich konnte es selbst nicht glauben, denn immerhin waren das etwas über 2000 Rückstand und das Kapitel, an dem ich schrieb, empfand ich zuvor noch als zäh und schleppend.  Nach dem Abendbrot und dem Zubettbringen der Kinder ging es gleich weiter und in noch einmal eineinhalb Stunden hatte ich mir sogar noch das Polster eines Tagessolls herausgeschrieben. Glücklich und zufrieden schloss ich mit meinem 13. NaNo-Tag ab.

NaNo2011 - Tag 8 & 9

November 10th, 2011

Momentan gerate ich dann und wann ein wenig in Verzug, meine Blog-Artikel zu verfassen, doch schließlich schaffe ich es doch. Der achte Tag des NaNos gestaltete sich schreiberisch mit einem (un)kreativen Nichts, was letztlich meinem Kreislauf geschuldet war. Wahrscheinlich hatte sich die Dunstglocke des Nebels, die vor meiner Fensterscheiben herrschte, ebenso auf meinen Kopf niedergelassen. Ich war jedenfalls kaum fähig, mich durch den Tag zu schleppen, geschweige denn, sinnvolle Sätze zu verfassen. Somit lege ich diesen Tag mit einem zusätzlichen Wordcount von Null ad acta.

Der nächste Tag lief dann jedoch wieder besser, obwohl es bis zu späten Abend zunächst nicht danach aussah. Doch plötzlich lichtete sich der Nebel und die Lust und die Fähigkeit zu schreiben, kamen unverzüglich zurück. Somit habe ich wenigstens mein tägliches Pensum von etwas über 1700 Wörtern zusammenbekommen und meinen Antagonisten Claudius zu Séamus geschickt, der sich nun mit ihm rumärgern darf und Neuigkeiten erfährt, die sein ruhiges Leben der letzten zwei Jahren jäh enden lassen. An dieser Szene habe ich noch einiges zu schreiben und schicke beide dann auf den Weg von Norwegen nach Rumänien, Hauptschauplatz meines Werkes.

Für heute habe ich mir vorgenommen, die 20.000er Marke anzupeilen, wenngleich ich noch nicht weiß, ob es mir gelingt. Denn ich hatte mir ja vorgenommen überzogenen Druck diesmal nicht auszuüben, doch mich beschleicht das Gefühl, dass die Szenen, die ich heute noch schrieben will, dieses Ziel in greifbare Nähe rücken lassen.

Wordcount: 17.413

NaNo2011 - Tag 07

November 8th, 2011

Heute war es für mich nicht annähernd so schwer wie gestern, mit dem Schreiben zu beginnen. Es wurde zwar wieder knapp halb zwölf in der Nacht, bis es soweit war, doch ich bin ja bekennende Nachtschreiberin, also: wen wundert´s?

Als Ziel hatte ich die 15.000er Marke fest ins Visier genommen und mich auch emsig diesem Punkt entgegen geschrieben. Mein Antagonist wird mir selbst immer unsympatischer und genau das macht mir ein gutes Gefühl, denn es zeigt, dass er sich genau so entwickelt, wie ich ihn haben wollte. Mir sind noch ein paar Ideen für eine Umstrukturierung der Kapitel gekommen, die ich morgen, bevor ich anfange auch nur ein Wort zu schreiben, mit der Storybook-Software festhalten will. Dann geht´s weiter. Bis ich wieder an den Punkt gelange, an dem ich mich erstmal leer geschrieben habe und weiter plotten muss, kann ich mir locker noch ein paar Tausend Wörter aus den Fingern schütteln. Das beruhigt mich sehr, denn ich weiß, dass somit genug Zeit vergehen wird, in denen sich die Ideen zum genaueren Fortgang von ganz alleine einstellen werden. Im Groben ist ja eh alles klar ;)

Wordcount: 15.283

NaNo2011 - Tag 06

November 8th, 2011

Der 6. Tag des NaNos war recht komisch. Den ganzen Tag lang, konnte ich mich nicht dazu motivieren, auch nur ein Wort für mein Werk zu schreiben. Ich weiß nicht, woran es lag, vielleicht daran, dass ich nach dem Aufstehen noch immer genau so müde war, wie vor dem Schlafengehen. So richtig wollte ich diese Mattigkeit nicht überwinden, und beschloss irgendwann, es für diesen Tag gut sein zu lassen. Zwang ruft in mir immer gleich Rebellion hervor, auch wenn dieser von mir selbst ausgeübt wird - oder gerade dann!

Irgendwann im Laufe des Abends hatten mein Mann und ich es uns gemütlich gemacht, Kerzen & Räucherstäbchen angezündet und über Gott und die Welt geplaudert. Und auf einmal war jegliche Müdigkeit überwunden und es packten mich doch noch Motivation, Lust & Ehrgeiz. Ich begab mich zum Schreiben vor den PC. Dumm nur, dass es schon zwei Uhr durch war, bis ich überhaupt anfing und dementsprechend spät, als ich ca. 1700 Wörter geschrieben hatte. Dass ich heute morgen nicht weniger platt war als gestern, muss ich glaube nicht erwähnen ^^

Die Geschichte als solche entwickelt sich nach wie vor gut, bzw. sogar besser, als zunächst zusammengeplottet. Einziger Haken, der mir bislang auffällt: Ich bin jetzt bei ca. 25 Manuskriptseiten und Séamus hängt noch immer in der Warteschleife. Er hatte zwar zwei Kapitel, doch die waren nur Rückschau und sonstig Unspäktakuläres. Ich denke, da muss ich mir bei der Überarbeitung noch etwas einfallen lassen, auch ihm von Anfang an eine gebürende Gewichtung zu verpassen, immerhin ist er mein Hauptcharakter. Meine Freundin & Schreibkollegin Anna meinte, er sollte evtl. noch einen kleinen Nebenhandlungsstrang bekommen, der das Lesen rund um Séamus von Beginn an spannend macht. Das hört sich für mich nach einem guten Plan an.

Wordcount: 13.260

NaNo2011 - Tag 04 & 05

November 5th, 2011

Da ich gestern nicht mehr dazu gekommen bin, meinen täglichen Artikel zu schreiben, fasse ich die letzten zwei NaNo-Tage hier zusammen.

Es läuft nach wie vor gut und ich habe erneut bemerkt, wie gut es mir tut, nicht wie eine Irre voranzupreschen, sondern jede Stunde, in der ich an meinem Werk schreibe, zu genießen. Wenngleich es heute aufgrund des Lautstärkepegels in der Nachbarschaft ein wenig schwer fiel. Ich bin eine Nachteule, was das Schreiben betrifft und für gewöhnlich finde ich während dieser Zeit auch die Ruhe, die ich dazu brauche. Doch wenn basslastige Sounds und alkoholschwangeres Gegröle ständige Geräuschkulisse sind, dann komme ich nicht ganz so leicht in den Schreibfluss. Doch das ist ja zum Glück nicht der Regelfall und somit begnüge ich mich heute damit, nicht das volle Tagespensum von 1.700 Wörtern geschafft zu haben. Doch besser, ich stoppe jetzt und bewahre mir meinen Spaß, als verkrampft weiterzumachen, nur, damit ich auf mein Wortziel komme. Meine Vorarbeit gestattet mir dieses problemlos, somit sehe ich lieber zu, dass ich morgen Nachmittag ein Stündchen zusätzliches Schreibvergnügen einlege. Vielleicht sogar mit dem Laptop in meiner geliebten “Kaffeetasse”, ein Künstlerlokal hier auf Rügen. Dies werde ich nach unserem Umzug eh so schnell nicht wieder besuchen können, somit schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Mal sehen.

Wordcount: 11.654.

NaNo2011 - Tag 03

November 3rd, 2011

Noch zwei Stunden, dann ist auch Tag drei geschafft. Die Ausbeute an Worten war  heute wieder - wie erwartet - wesentlich besser. Ich bin zu Kapiteln gelangt, in denen mein Antagonist seine Vorbereitungen trifft, um meinem Séamus bald so richtig das Leben schwer zu machen. Diese Zeilen zu schreiben machen mir enorm viel Spaß, ganz im Gegensatz zu den Kapiteln, die sich derzeit um Séamus selbst drehen. Nicht etwa, weil ich plötzlich meinen eigenen Hauptcharakter nicht mehr leiden kann, sondern weil er im Grunde noch in Warteposition ist. Ich muss im Moment ein bisschen Rückschau betreiben, damit Leser, die den ersten Teil nicht kennen, trotzdem verstehen, was los ist und wie sich alles so zusammengefügt hat, wie man es nun vorfindet. Das ist zwar schnell geschriebener Stoff, jedoch ein wenig langweilig für mich, da ich nicht wirklich etwas Neues kreieren kann. Aber das ändert sich bald. Wie gesagt: mein Antagonist Bischof Claudius arbeitet mit Hochdruck daran, Turbulenzen in Séamus Dasein zu bringen und er wird damit sehr erfolgreich sein :-)

Mein Wortzähler steht bei 8404 Wörtern. Damit ist das Tagesziel von Samstag schon mit erreicht und ich freue mich, dass  mein Polster nicht wesentlich geschmolzen ist, durch den Aus-Tag gestern. Morgen geht´s weiter. Ich habe extra an einer Stelle aufgehört zu schreiben, zu der mir noch unendlich viel einfällt, denn so komme ich morgen ganz schnell in den Schreibfluss hinein.

NaNo2011 - Tag 02

November 3rd, 2011

Tag zwei ist nun fast vorbei und er war erfolgreich … jedoch nicht in Bezug auf das Schreiben. Seit einer Woche war unsere Waschmaschine kaputt und die Wäsche eines 5-Personen-Haushalts hatte sich aufgestaut. Heute kam endlich unsere neue Maschine und obwohl ich mir vorgenommen hatte, den NaNo-Tag ganz normal zu verbringen, endete es doch damit, dass wir wie verrückt Wäsche sortiert, gewaschen und aufgehängt haben und sogar noch einkaufen waren (was hier doch meist ein bissl länger dauert, als dort, wo die Geschäfte um die Ecke sind.)  Nun eben ging´s der letzten Schmutzwäsche an den Kragen, morgen muss noch alles abgenommen und verstaut werden und dann endlich habe ich den Kopf wieder frei. Nur gut, dass ich mir ein ordentliches Polster herausgeschrieben habe, so bereitet mir dieser anders genutzte Tag keine Bauchschmerzen. Und immerhin sind´s so ganz zwischendrin doch noch 200 Wörter geworden. Besser als nichts …  Zählerstand: 6600.

NaNo2011 - Tag 01

November 2nd, 2011

Der langersehnte Startschuss zum NanoWriMo ist endlich gefallen. Schon Stunden vorher saß ich anegspannt wie eine Bogensehne vor meinem PC und habe, damit meine Finger etwas zu tun hatten, noch ein wenig geplottet. Dank Storybook - einer Software zur Organisation und Gliederung der Storyline - ein Unterfangen, das mir so viel Spaß macht wie nie zuvor.

Als die Uhr dann endlich O.OO Uhr zeigte, habe ich mich sofort an die Arbeit gemacht und bin unglaublich gut voran gekommen. Ich merke, dass ich von Jahr zu Jahr durch den NaNo - und natürlich auch durch meine Schreibarbeiten während der restlichen Monate im Jahr, immer mehr an Routine dazu gewinne. Die “Angst” vor einem langen Werk hat sich in diebischen Spaß gewandelt, und auch, wenn sich nicht immer alles problemlos gestaltet und hier und da mal Blockaden auftauchen, so wächst man an der Bewältigung, was von Mal zu Mal die Gewissheit mehr reifen lässt, jede Hürde  meistern zu können … mit einem Quäntchen Geduld.

Am Ende meines ersten NaNo - Tages stehe ich bei einem Zählerstand von 6410 Wörtern. Damit bin ich mehr als zufrieden. Ich schreibe an einem weiteren “Abenteuer” meines Séamus Lynch und bin kurz davor, ihm die Verschnaufpause durch ein handfestes Problem zu vermiesen. Er muss sich eine Menge einfallen lassen, um dort mit heiler Haut wieder herauszukommen ;)

Ich freue mich auf Tag 2 und hoffe, dass es auf der Nanowrimo.org bald auch wieder die schönen Wordcount-Gadgets gibt, in denen der aktuelle Zählerstand stehts mit angezeigt wird.

LG

Jennifer

Beta-Leser …

Oktober 6th, 2011

Nachdem mein Manuskript fertig war, habe ich es ein paar Tage ruhen lassen, und dann an meine Beta-Leser geschickt. Zunächst an eine - nämlich Annette - die super flink mit dem Lesen war und auch einige nützliche Verbesserungsvorschläge für mich auf Lager hatte. Als diese eingepflegt waren, habe ich nun den anderen Beta-Lesern - insgesamt 4 - das Manuskript geschickt und muss zugeben, dass ich nun ganz aufgeregt war. Es ist doch schon etwas anderes, ob man Kurzgeschichten schreibt und diese anderen zu lesen gibt, oder ob es sich um ein Werk handelt, an dem man nun seit fast einem Jahr geplottet, gefeilt und formuliert hat.

Die größte Aufregung entstand für mich durch die Frage: wie kommt es an? Ist der Plott und die Ausführung so überzeugend, dass sie weiterlesen wollen oder lesen sie nur, weil sie es mir versprochen haben? Ist es spannend, mitreißend oder eher langweilig? Ich habe nämlich - und da bin ich sicherlich nicht allein - das Problem, mich nicht in die Lage des Lesers versetzen zu können. Ich kenne das Buch von vorne bis hinten und kann nicht sagen, wie es ist, die Zeilen zu lesen, ohne das Wissen um den Fort- und Ausgang. Somit ist es für mich beim Lesen natürlich bis zu einem gewissen Punkt “langweilig”, weil mich kein Verlauf und keine Wendung überraschen kann. Wenn es so wäre, würde es mir zu denken geben, denn das würde bedeuten, ich habe das Buch in geistiger Umnachtung geschrieben ;)

Als nun die Feedbacks kamen, war ich doch sehr gebügelt - im positiven Sinne. Nachdem geklärt war, dass man bitte kein Blatt vor den Mund nehmen soll, denn Beweihräucherung ist zwar schmeichelnd für´s Ego doch eher hinderlich für die konstruktive Verbesserung, war das Fazit bis jetzt, dass Geschichte und Umsetzung fesseln. Die eine Beta-Leserin mag´s gar nicht mehr aus der Hand legen, der andere - eigentlich gar nicht die Zielgruppe für das Script - sagt, dass er es auch mit Begeisterung liest, obwohl er Anfangs von der Kurzzusammenfassung her nicht sicher war, ob diese Art von Roman für ihn das Richtige ist. Natürlich haben alle hier und da auch was anzumerken, was noch geändert werden könnte, doch das sind bislang Kleinigkeiten.

Ich habe mir wirklich nicht träumen lassen, dass der Prozess, so ein Manuskript zu schreiben und zu überarbeiten, so aufregend sein kann. Vielmehr habe ich immer gedacht, dass gerade die Überarbeitungsphase eher zermürbend denn spaßbringend ist. Doch bislang bestätigt sich das nicht. Ich bin froh, so tolle Beta-Leser zu haben und freue mich über jede Anregung, jede Kritik und natürlich auch jedes Lob. Ich jedenfalls habe ein großes Lob für meine Test-Leser auf Lager: ihr seid einfach super und ich danke euch von Herzen <3

LG
Jennifer